Stopp der Fekterisierung dieses Landes

Ich kann und will es nicht akzeptieren, dass aus meiner Nachbarschaft Mitmenschen abgeschoben werden, besonders wenn diese gut integriert sind, was auch immer das heißen mag. Ich kann und will es nicht akzeptieren, dass in aller Früh die Polizei in Wohnungen eindringt um Familien zu zerstören. Ich kann und will es nicht akzeptieren, dass Kinder in Haft gesteckt werden, dies mit dem Argument verteidigt wird, dass man die Kinder miteinsperrt, weil man die Familie nicht auseinanderreisen möchte, gleichzeitig jedoch die Kinder und den Vater von der Mutter trennt und unbedingt sofort abschieben muss. Ich kann, will und werde so eine ‚Politik‘, die keine Politik mehr ist, sondern ein Verbrechen, nicht mehr tolerieren.

Die Fekterisierung greift in diesem Land um sich. Immer denkt man sich, dass diese Unmenschlichkeiten in diesem Land nicht mehr an Widerwärtigkeit zu übertrumpfen sind und immer wieder wird man von Fekter und Konsorten unangenehm überrascht. Ja die unmenschliche ‚Politik‘ ist noch zu toppen. Acht jährige Kinder in Haft zu nehmen ist eine absolute Unglaublichkeit und ein Verbrechen. Dies dann auch noch zu verteidigen und die Opfer dieser ‚Politik‘ zu verhöhnen, und zu behaupten dass dieser Vorfall (Achtjährige in aller Früh mit einem Sturmgewehr zu verhaften) „rechtens“ geschehen ist zeigt die Verkommenheit der Gesetze an. Denn wenn es rechtens ist und von Gesetzen gedeckt wird, dass solche Dinge passieren dürfen, dann ist dies keine Entschuldigung für die Beamten die nach diesen Gesetzen handeln, sondern dann zeigt dies lediglich auf, dass diese Gesetze nicht Recht sondern eben ein Verbrechen sind, und dass diese Gesetze geändert werden müssen.

Die Unverfrohrenheit der Beamten während der sogenannten Amtshandlung, zeigt wie weit die Fekterisierung fortgeschritten ist. Die Inhaftierung von Minderjährigen ist bestenfalls eine Schlagzeile wert, aber groß kümmern tut es keinen mehr, ist ja normal, passiert ja jeden Tag. Und genau hierin besteht das Problem.

Viele BloggerInnen und DemonstrantInnen erwarten eine Stellungnahme der Spö und vor allem von Häupl hierzu, doch dies mag vielleicht ein erster Schritt sein, ist allerdings eine nur bedingt wichtige Forderung. Denn nur weil Wahlkampf ist, dieses Thema als Wahlhilfe zu verwenden ist unangebracht. Es ist egal ob Wienwahl ansteht oder nicht, es genügt nicht eine kleine Randbemerkung von Häupl zu diesem Thema, es muss die Regierung auf den Plan treten und nicht einfach nur eine ots Meldung rausschicken sondern schlicht und einfach die Gesetze ändern. Nicht weniger darf und muss man verlangen.

Die Demo heute war ein gutes Zeichen, immerhin waren mehr Leute auf der Straße als zu FCSansPapier Demos. Doch wo sind die ganzen Leute die sich stark machen wollten, die genug ist genug schrien, die die Zivilgesellschaft wieder aktivieren wollten. Es genügt schlicht und einfach nicht viele Leute auf die Straße zu bekommen, es genügt nicht Wahlkampfmeldungen zu erwarten, es genügt nicht Presseberichte zu erwarten; es müssen diese und weitere Abschiebungen verhindert werden, und es müssen in aller erster Linie diese unmenschlichen ungeRECHTen Gesetze verändert werden, es muss der Fekterisierung dieses Landes entgegengetreten und entgegengewirkt werden. Denn ich kann und will es nicht ertragen wenn solch ein Unrecht in diesem meinem Land in dieser meiner Nachbarschaft geschieht…

Danke an WienTV für den Bericht und nein ihr habt keine Kinder vor die Kamera gezerrt wie dies die Wiener Zeitung behauptet, dass hat die Polizei getan, dafür ist Fekter und Co verantwortlich…

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