Arsbrennt

Kleines erstes Fazit von Arsbrennt:

Vorbei ist sie die Ars Electronica, zumindest meine Beteiligung an eben jener, die Ars wurde aber noch lange nicht gelöscht, sondern brennt noch immer. Das ein so großes und wichtiges Festival die #unibrennt Bewegung auszeichnet und dieser einen Präsentationsplatz bietet zeigt, dass die #unibrennt Bewegung alles andere als unerfolgreich war und ist. Auch wenn bis jetzt vielleicht noch der Großteil der Hauptanliegen der Bewegung von der zuständigen Politik nicht nur ignoriert sondern im Gegenteil durch unglaublich unnötige Kommentare und Vorschläge verhöhnt wird, hat man bei der Ars gesehen, dass die #unibrennt Bewegung doch etwas verändert hat. Neben vielen kleinen Erfolgen vor allem auf Institutsebene ist vor allem die Idee und die Erinnerung an die Bewegung in der Bevölkerung verankert worden. Die meisten Menschen mit denen man in Linz geredet hat, egal ob diese aus Österreich kommen oder nicht, kannten den Namen, kannten die Bewegung und zeigten sich zumindest diskussionsfreudig. Die neue Kultur des Protestes die diese Bewegung in Österreich initiert hat, die ambitioniert, wenn auch nicht perfekt, herkömliche Protestformen mit den Möglichkeiten der neuen Medien vermischt, unterstützt und verändert kann in einigen Punkten als Paradebeispiel der neuen sozialen Bewegung gesehen werden. Heterogenität, Open Source und Egalität sind oft strapazierte Schlagwörter, die jedoch im Kern durchaus die notwendigen Punkte neuer, zeitgemäßer sozialer Kämpfe sein müssen. #unibrennt hat vielleicht – hoffentlich – einen Paradigmenwechsel in Österreich mitvorbereitet, der – und es ist noch ein langer Weg dorthin – ein neues Verständnis von Demokratie, Freiheit, Konsum, Bildung, usw. erreichen muss, ein Umdenken in den Eliten und auch in der Bevölkerung ist angesagt. Die Ars Electronica und zahlreiche Aktivisten und Aktivistinnen, Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieser Veranstaltung haben diese Notwendigkeit dieses Paradigmenwechsels bereits begriffen und arbeiten auf ihren Bereichen ebenfalls in diesem Sinne … daher kann man hoffen das die Ars auch weiterhin brennen wird und auch andere Institutionen die Wichtigkeit von #unibrennt und den Gedanken dahinter (an)erkennen werden.

 

Work in progress live Bericht von der ars electronica – arsbrennt

hat gerüchteweise gehört, dass am sonntag zur podiumsdiskussion von #unibrennt vertreter der neuen eliteuni österreichs hinzustoßen wollen, vielleicht kann man da versuchen kontakt herzustellen, denn über beziehungen ist es einfacher in diese eliteunis zu kommen… wir bleiben dran…

wird natürlich auch livegestreamt das ganze von unserem superbertram…

MitarbeiterInnen gesucht… doodle plan

5.Sept. 2010

Nach einer etwas hektischen weil – wie immer konsequent unorganisierten Kommunikation der ars – Zusammenpackaktion gingen die geladenen Gäste der Eliteuni noch auf ein dekantent überladenes Menü in den Diner Club Bereich. Der Autor hat allerdings leider nicht die vollmündig angekündigten Köstlichkeiten aller Art konsumieren dürfen – nicht Elite genug anscheinend – und musste sich mit Dosenbier, Tschunk undPizza, leider ohne die versprochenen weißen Trüffeln zufrieden geben. Dann konnte ich mich noch in ein vollbepacktes Auto als letzter Mitfahrer hinzuschummeln und so Wien zu relativ früher Zeit erreichen. Und jetzt freue ich mich einmal sehr auf die erste Nacht seit diesen 5 Tagen Arsbrennt in der ich voraussichtlich mehr als 4 Stunden Schlaf abbekommen kann.

Podiumsdiskussion geplant eskaliert, war sehr unterhaltsam und erfreute sich natürlich auch großer beliebtheit, selten so viele leute bei einer podiumsdiskussion im Tele-Internet Bereich gesehen.

Weiß jetzt was Tschunk ist und freut sich drauf…

17:00 Podiumsdiskussion annähernd pünktlich begonnen, die ganze Sache wird natürlich auch im Livestream gesendet. Bin schon interessiert was diese neue Eliteuni so macht.

Langsam macht sich Hektik breit, letzte Vorbereitungen für die Podiumsdiskussion rund um die Präsentation der neuen Eliteuni.

Erste VertreterInnen der neuen Eliteuni dürften tatsächlich eingetroffen sein, schon jetzt entstehen mitunter heftige Diskussionen über Bildung für Wenige, Beziehungsgeflechte und Chinesisches Arbeitsrecht… verspricht eine interessante Podiumsdiskussion um 17:00 Uhr zu werden.

Kurzes durchlaufen durch die Linzer Museumslandschaft – Ars Electronica Center, Lentos und noch ein paar andere Räume der Tabakfabrik, die ich noch nicht besucht habe. Empfehlenswert wie immer die Präsentation von Stelarc, auch wenn diese lediglich Videos zeigt, die man auch im Netz finden kann, aber Stelarc ist natürlich einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart und seine Projekte (Ohr am Unterarm, dritter Raum, usw.) sind immer äußerst interessant und bahnbrechend.

Nette Gespräche ergeben sich zwischendurch, connecting mit Holländischen Aktivisten… networking!

11:00 interessanter Vortrag von Pöppel, einem deutschen Hirnforscher über Autonomie und neuronale Strukturen. „Es kann kein Intelligenz-Gen geben!!“

Heute ist der letzte Tag für mich bei der Ars und so unterhaltsam und nett das ganze ist, bin ich doch auch froh bald mal wieder heim zu kommen und vielleicht zur Abwechslung mal mehr als 4 Stunden zu schlafen.

4. Sept. 2010

Am Abend wurde genial-morbide-strange Unterhaltung geboten, Nylon-Fetischisten sind zum Zug gekommen und Menschen wurden auf Bäume gehängt. Das allen im Freak-Charakter verstärkt durch beunruhigend-arbiträre Elektromusik. Ein abwechslungsreicher Abend der durch eine nette Partie Human Tetris und den Genuss von Bier und Glühmost (#arsfriert) unterhaltsam abgerundet wurde und spät endete.

18:45 Bildungs Pacman jagt ECTS Punkte im Hof der Tabakfabrik, aber natürlich sind die Pünktchen nicht ganz so leicht zu bekommen, und vielleicht muss man ja in Zukunft auch noch extra dafür zahlen? Video folgt…

Ganz dem gedanken einer open community folgend ist unser Festivalraum in ständiger Bewegung und Veränderung, jede/r kann mitmachen und mithelfen den Raum zu gestalten.

Ein wenig dem Open Source Symposium gefolgt, ist unsere Gesellschaft / Demokratie noch zu retten?Akkustik war grottig, Vorträge, Diskussion und Beiträge waren relativ nichtssagend.

15:30 Workshop „open data/open government“ im 3. Stock

11:40 Jetzt beginnt gerade ein Interview in unserem Ausstellungsbereich mit Frithjof Bergmann über „Bildung – Gesellschaft – sind wir noch zu retten?“. Aufzeichnung wird dann bald online gehen.

10:30 #unibrennt ist Teil des ersten Panels des Open Source Symposium. Superbertram ist natürlich erste Reihe fußfrei dabei…

3. Sept. 2010

genialer Vortrag von monochrom über deren Projekt „Arse Electronika“, und die Zukunft des Sexes im digitalen und technischen Zeitalter. Check out: monochrom.at!

14:30 es gab ein kleines plenum, indem die programmpunkte der nächsten tage durchgesprochen wurden, weitere pläne für verschiedenste kreative aktionen und die verschönerung unseres ausstellungsraumes.

Netter Vortrag der Leute von moddr.net über ihr Projekt der „Web 2.0 Suicide -machine“, bald open source verfügbar, falls jemand mal den ausstieg aus web 2.0 plant.

Asstellungstipp des Tages: Cycloid E – eine geniale schwebende Klang – Metallinstallation, die sich gespenstisch durch den Raum bewegt orientiert an den sphärischen Klängen die es selbst erzeugt. beruhigend, erstaunlich… sehenswert!

nach einer relativ kurzen nacht sind alle schon wieder am ars electronica gelände um alles vorzubereiten. Einerseits gibt es heute die Pressekonferenz, andererseits haben wir jetzt in der Früh Saskia Sassen zu Gast, eine der wichtigsten Soziologinen derzeit. Wir werden über #unibrennt, neue Protestformen, Gesellschaft 2.0, usw. sprechen. Das Gespräch wird natürlich aufgezeichnet, und es gibt wie immer natürlich auch einen Livestream.

 

2. Sept. 2010

 

19:00 wir versuchen gerade etwas ordnung in das aufbauchaos zu bringen.

ich habe eine erste tour durch ein paar andere stockwerke gemacht, sehr coole projekte und sachen zu finden. empfehlenswert ist „the mexican standoff“, ein virtuelles pistolenduell, man schießt nur wenn ein EEG-Headset misst dass man entspannt ist, was in einer duell-situation natürlich nicht allzu leicht ist, überhaupt wenn man das „glück“ hat gegen einen der entwickler anzutreten.

15:30 banner aufhängen und essen, beides feine sachen!

 

 

 

 

13:30 infotisch steht langsam, auch sonst nimmt der #unibrennt stand immer mehr gestalt an.

wir haben uns auch sehr bemüht absolut professionelle beamerhalterkonstruktionen zu kreieren, die mit Sicherheit die ganze Woche durchstehen werden.

10:00 heute solls losgehen, in unserem Trakt scheint eigentlich noch nicht wirklich zuviel Geschäftigkeit zu herrschen, aber langsam beginnen die Aufbauarbeiten. Das #unibrennt Team ist natürlich schon fleißig am Stand fertigstellen. Jede helfende Hand ist natürlich gerne gesehen, wir sind im Gebäude 1 zwischen Stiege B – C im 3. Stock.

Aufbauarbeiten

1. Sept. 2010

Ich bin heute vor wenigen Stunden in Linz angekommen, denn die nächsten 5 tage stehen ganz im Zeichen der Ars Electronica. Dieses Jahr hat #unibrennt einen Preis der Ars Electronica bekommen, im Bereich der Digital Communities. Deswegen werde ich in den nächsten Tagen hier mitarbeiten beim #unibrennt Stand.
Das Festivalgelände der ars ist heuer in der alten denkmalgeschützten Tabakfabrik. Dafür dass es morgen eigentlich schon losgehen sollte ist bis jetzt noch relativ wenig los. Hier im Bereich der Digital Communities im 3. Stock wird ein wenig mit Möbeln herumgeschoben, Beamer werden ab und hoffentlich auch wieder aufgehängt…also eine entspannte Stimmung. Der unibrennt Stand versucht sich einige Sessel, Tische, Sofas etc. zu besorgen, wird recht nett werden. Superbertram hat sich auch schon zu uns gesellt.

Es ist 22 Uhr, und wir werden jetzt mal aufhören unseren Stand weiter aufzubauen, bzw. Material zu besoregen von den verschiedensten Ständen. In vielen anderen Teilen der Tabakfabrik wird noch eifrig gearbeitet, morgen früh geht es auch gleich für alle weiter, denn am vormittag werden bereits die ersten gäste erwartet. Die gemütliche Stimmung des Tages schlägt langsam in Müdigkeit über, mal schauen was der Abend trotzdem noch zu bieten hat.

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